Den Alltag erleichtern – Strategien für ein starkes Gedächtnis
Im August widmen wir uns einem Thema, das uns alle – ob Jung oder Alt – im Alltag begleitet: Unserer mentalen Fitness. Sicherlich haben Sie das auch schon erlebt: Man läuft in den Keller und weiß plötzlich nicht mehr, was man heraufholen wollte (siehe auch unseren Beitrag zum Türschwelleneffekt). Oder der Name des Nachbarn, den man beim Spaziergang am Schlosspark trifft, will einem einfach nicht einfallen.
Keine Sorge: Das ist bis zu einem gewissen Grad völlig normal. Aber warum lässt das Gedächtnis im Alter eigentlich nach, und was können wir aktiv dagegen tun?
Warum lässt das Gedächtnis beim Älterwerden nach?
Unser Gehirn ist wie ein Muskel. Mit den Jahren verlangsamt sich der Stoffwechsel im Gehirn, die Durchblutung nimmt etwas ab und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen (Synapsen) wird träger. Zudem fällt es uns im Alter schwerer, irrelevante Informationen herauszufiltern. Die gute Nachricht ist jedoch: Das Gehirn verliert im Alter nicht die Fähigkeit zu lernen! Es baut lediglich anders um. Mit dem richtigen Training lassen sich neue Nervenverbindungen bis ins hohe Alter hinein aufbauen.
Warum ist ein starkes Gedächtnis im Alltag so wichtig?
Ein fittes Gedächtnis bedeutet Selbstständigkeit und Lebensqualität. Wer sich Termine, Medikamenteneinnahmen oder den Einkaufszettel gut merken kann, meistert seinen Alltag sicherer und selbstbestimmter. Zudem stärkt es das Selbstvertrauen in sozialen Kontakten – sei es beim Plausch im Aulendorfer Reparatur-Café oder beim Spiele-Treff.
Was kann man dagegen tun? Die besten Strategien
Um den Kopf fit zu halten, braucht es kein stundenlanges Büffeln. Das Zauberwort heißt „Abwechslung“. Wenn das Gehirn Routine erlebt, schaltet es in den Energiesparmodus.
Hier sind drei einfache Übungen, die Sie wunderbar in Ihren Aulendorfer Alltag integrieren können:
- Der „falsche“ Weg: Nehmen Sie beim nächsten Spaziergang ganz bewusst einen anderen Weg als sonst. Das zwingt das Gehirn, die Umgebung neu wahrzunehmen und zu verarbeiten.
- Wort-Jonglage beim Einkaufen: Versuchen Sie, beim Einkaufen die Anfangsbuchstaben Ihrer Lebensmittel im Kopf zu einem neuen Wort zusammenzusetzen (z.B. Brot, Apfel, Nudeln = BAN). Das fördert das Arbeitsgedächtnis.
- Rückwärtszählen im Takt: Zählen Sie beim Treppensteigen oder Spazierengehen in Dreierschritten rückwärts (z.B. 100, 97, 94, 91…).
Tipps zur weiteren Information
Möchten Sie tiefer in das Thema eintauchen? Wir haben tolle, leicht zugängliche Empfehlungen für Sie zusammengestellt:
Internetseiten
- AOK Gesundheitsmagazin: Geistige Fitness: So trainieren Sie das Gehirn
- DAK Gesundheit: Fit im Oberstübchen: So trainierst du dein Gehirn
- Neuronale Ressourcen der Kognition: Neugier ja, Routine nein: Was das Gehirn im Training hält
- Max-Planck-Institut: Training verändert das Gehirn viel schneller als gedacht
Podcast-Empfehlung
- SWR Science Talk: So funktioniert unser Gedächtnis – An manche Dinge können wir uns gut erinnern, an andere nicht. Woran das liegt und was in unserem Gehirn passiert, weiß Neurowissenschaftlerin Hannah Monyer.
Video-Tipps
- Interview mit Oberarzt Dr. Pawlowski, Uniklinikum Münster: Wie sich das Gehirn fit halten lässt
- NDR Visite: Wie das Gehirn altert und möglichst lange fit bleibt
- Quarks Dimension Ralph: Was macht dein Gehirn, wenn du an nichts denkst?
- Quarks Dimension Ralph: So hilfst du deinem Gehirn auf die Sprünge!
- ARTE: Mein Hirn und ich – Wie unser Gehirn uns austrickst
- SWR! Leute: Prof. Dr. Emrah Düzel | Gedächtnisexperte | So hältst Du Dein Gehirn auf Trab
- Dr. Volker Busch: Weniger vergesslich – Wie eine bewusstere Wahrnehmung unser Gedächtnis verbessert
Gesundheit To-Go: Denken Sie daran, sich im Laufe des Monats Ihr kostenloses Infokärtchen mit den wichtigsten Tipps direkt in unserer Geschäftsstelle abzuholen!
Bleiben Sie neugierig und fit im Kopf – denn Gesundheit gelingt am besten gemeinsam!
Ihre Solidarische Gemeinde Aulendorf e.V.
